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Wenn von Reparaturen Umwelt und Garagen profitieren

Wie Reparaturen ökologischer werden, beweist Sascha Feller von der Carrosserie Feller in Thun seit Jahren. Wieso «Reparieren statt Ersetzen» wichtig ist und wie Repanet Suisse so die ganze Branche nachhaltiger macht, zeigt ein Augenschein vor Ort.

Als Betreiber und Interessenvertreter von Repanet Suisse, dem grössten Netzwerk im Bereich Carrosserie- und Fahrzeuglackierung  in der Schweiz, legen die André Koch AG und ihre Partnerbetriebe grossen Wert auf
Nachhaltigkeit. «Nachhaltige Reparaturen und vor allem auch deren Nachweis sind bei Flottenbetreibern und Versicherungen immer gefragter», macht Enzo Santarsiero, CEO der André Koch AG und der Axalta Coating Systems Switzerland GmbH, deutlich. «Es ist aber auch wichtig, dass die Kundinnen und Kunden besser über nachhaltige Reparaturmethoden
informiert werden. Daher  haben wir bei Repanet Suisse auch das ‹green car repair›-Label fix in den Zertifizierungsprozess
der Carrosseriebetriebe integriert. Das macht dann auch gegen aussen klar, dass die Betriebe in unserem Netzwerk bestrebt sind, so effizient und so ressourcenschonend wie möglich zu arbeiten.»

Kampagnen visual Axalta Beleaf
Die patentierte Axalta Fast-cure-low-energy Technologie macht Lacke ökologisch.

Breites Portfolio für mehr Nachhaltigkeit

Auch für Axalta selbst, einen der grössten Lackhersteller weltweit, ist Nachhaltigkeit kein schwammiges Schlagwort, sondern längst ein entscheidendes Element einer erfolgreichen Geschäftsstrategie. Der Lackspezialist verfügt über ein grosses Portfolio an umweltfreundlichen und nachhaltigen Produkten, Hilfsmitteln und Ressourcen, die unter dem Motto «Beleaf» stehen.

Dies ist ein Wortspiel aus dem englischen «Believe» für den Glauben an die Zukunft und «Leaf» für ein grünes Blatt. Das breite «Beleaf»-Portfolio zielt darauf ab, die Geschäfte der Axalta-Kundinnen und -Kunden für eine bessere Zukunft zu stärken.

 

«Axalta arbeitet konsequent daran, den ökologischen Fussabdruck zu verringern. Dazu gehört das Engagement, bis 2040 die CO2-Neutralität zu erreichen», erläutert
Santarsiero.

«80 Prozent der neuen Technologien und Innovationen bei Axalta werden bereits bis 2030 über einen Nachhaltigkeitsvorteil verfügen.»

Mindestens «green car repair» Standards

Dazu gehört beispielsweise die patentierte Fast-Cure-Low-Energy-Technologie, die sowohl die Umgebungstemperatur als auch die Luftfeuchtigkeit nutzt, um den Trocknungs-prozess zu beschleunigen. Das senkt Emissionen und Energieverbrauch markant, teils gar um mehr als 50 Prozent, und verringert den Materialverbrauch um bis zu 25 Prozent.

Das Öko-Reparaturlabel green car repair ist Standard im Repartaurnetzwerk Repanet Suisse

Dies sind Effizienzsteigerungen, die jede Carrosserie in den Geschäftszahlen spürt. Sogar die Prozesszeiten werden um 50 Prozent reduziert – und dies ohne Abstriche bei der Qualität. Setzt man ausserdem auf smarte Tools wie das cloudbasierte, digitale Farbtonmanagement mit Axalta Irus oder natürlich Beratung durch die Fachleute von Axalta und André Koch, kann man noch mehr Kosten und CO2 sparen. Auch Kurse, in denen der ökologische Einsatz der Lackprodukte der
Marken Standox, Cromax und Spies Hecker vermittelt wird, helfen hier weiter.

«Uns ist klar, dass nicht jeder Betrieb von heute auf morgen alles umstellen kann. Gewisse Hürden, wie sie andere Öko-Label teils verlangen, können kleinere Betriebe gar nicht
nehmen», erläutert Santarsiero. «Wir begrüssen jedoch jeden Schritt Richtung mehr Nachhaltigkeit, setzen uns in der ganzen Branche dafür ein und verlangen in unserem Netzwerk Repanet Suisse dazu mindestens die ‹green car repair›-Standards.»

green car repair - der Reparaturstandard auch bei Repanet Suisse

Nachhaltigkeit bereits verinnerlicht

Einer, der diese Standards nicht nur verinnerlicht, sondern sogar geprägt hat, ist Sascha Feller von der Carrosserie Feller. Der traditionsreiche
Familienbetrieb aus Thun BE, der 2024 sein 50-Jahres-Jubiläum feierte, zeigt wie man nachhaltig und zugleich  erfolgreich sein kann. Bereits seit 2019 macht sich der Inhaber und Geschäftsführer zusammen mit Carrosserie
Suisse dafür stark und lancierte das Label mit der Grundidee:
Teile nicht einfach ersetzen, sondern vermehrt reparieren.
«So ist man nachhaltiger und auch kostengünstiger unterwegs», verrät Feller. «Zudem verdient man als Carrosseriebetrieb an den Ersatzteilen kaum noch was. Aber an den Reparaturen, was ja unser Kerngeschäft ist», ergänzt Feller. 

«Dies ist enorm wichtig, damit es auch in Zukunft noch genügend kompetente Carrosserie-Betriebe gibt, welche die immer komplexeren Reparaturen durchführen können.»

Beeindruckende Einsparungswerte

Doch nicht nur der Carrosseriebetrieb, sondern auch die Umwelt profitiert nachweislich. Der Versicherer Axa hat unter anderem mit der Empa genaue Zahlen zu den CO2-Emissionen in der Branche erarbeitet.
Sascha Feller rechnet vor: «Der Ersatz eines Stossfängers schlägt mit 14,89 Kilo zu Buche, bei einer Reparatur
sind es lediglich 0,367 Kilo CO2», so der erfahrene Carrossier, der auch als Prüfungsexperte tätig ist. «Beim Ersatz einer Frontscheibe fallen jedes Mal rund 15,42 Kilo CO2 an. Kann man sie noch reparieren, sind es dagegen nur
0,028 Kilo.»

Beeindruckende Werte, die auch immer mehr Versicherungen sowie Kundinnen und Kunden überzeugen. «Gemeinsam
versuchen wir, Reparaturen ökologischer zu gestalten, und weisen dies dank des unabhängigen Labels ‹green car repair› auch aus», so Feller weiter.

Dass bei einer Reduktion des Abfalls auch automatisch die Umweltbelastung und CO2- Belastung sinkt, sei eigentlich allen klar. 

Aber einfach nur weniger Abfall allein reiche für die «green car repair»-Standards nicht. «Wir verlangen für die Zertifizierung auch einen Test der Reparaturfähigkeit vor Ort», erläutert Feller. «Anhand von Kennzahlen und Indikatoren sehen wir dann, ob wirklich übers ganze Jahr umweltschonend gearbeitet wurde.» Sascha Feller ist, wie dies in seinem Betrieb schon gelebt wird, überzeugt, dass Nachhaltigkeit nicht bloss eine Aufgabe zum Abhaken ist, sondern Engagement, Zeit  und Einsatz erfordert – sich am Schluss jedoch auszahlt.

Wichtig, dass viele mitmachen

«Nur wenn möglichst viele Carrosserie-Betriebe bei ‹green car repair› mitmachen, können wir etwas bewegen. Es bringt nichts, wenn nur wenige mitmachen», so Feller. Und
mit Blick auf seinen gut ausgelasteten Familienbetrieb
ergänzt er: «Ganz wichtig: Auch die Mitarbeitenden müssen in diesen Prozess eingebunden und davon überzeugt sein.» Feller zeigt auf einen ausgebauten Scheinwerfer:

«Das ist heute ein echtes Hightech-Teil, ein
Materialwunder mit viel Elektronik, Linsen,
Verstellmotoren, verschiedenen Kunststoffen
und sogar seltenen Erden – und zudem extrem
teuer! Für mich war schon immer klar: In meinem
Betrieb muss so etwas repariert werden.»
In kompetenten Betrieben sei es durchaus
möglich, bei abgebrochenen Haltern oder Kratzern
in der Streuscheibe dies auch zu reparieren.

«Diese Technik bewährt sich seit Jahren. Hier sind auch wieder grosse Einsparungen möglich. Leider gibt es dafür keine konkreten CO2-Werte, aber bereits mit gesundem Menschenverstand kann man abschätzen, dass die Produktion eines neuen Scheinwerfers grosse Emissionen mit sich brächte. So aber entfällt diese», meint Feller abschliessend. Und wendet sich dem neusten Unfallwagen zu, der in Thun in die Halle rollt und umweltschonend repariert werden wird.

Enzo Santarsiero, CEO der André Koch AG und der Axalta Coating Systems Switzerland GmbH, legt grossen Wert auf nachhaltiges Arbeiten.

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